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Selektiver Mutismus

Selektiver Mutismus kann im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter auftreten.

Der Begriff bezeichnet ein dauerhaftes, wiederkehrendes Schweigen in bestimmten Situationen oder gegenüber bestimmten Personen. Betroffene Kinder sprechen z. B. nicht im Kindergarten oder in der Schule. Oft sprechen sie nicht mit Menschen außerhalb des engsten Familienkreises. Dabei kann es bis zum Kommunikationsabbruch kommen. Der Betroffene erstarrt förmlich und zieht sich ganz in sich selbst zurück.

Dieses Schweigen tritt auf, obwohl die Sprechfähigkeit vorhanden ist. Dabei kann der selektive Mutismus mit Störungen in anderen Bereichen der Sprachentwicklung einhergehen.

Da das Schweigen kein bewusst gewähltes Verhalten ist, zielt die Therapie auf die Erweiterung der sprachlichen und nicht-sprachlichen Handlungsfähigkeit des Betroffenen ab.

Die Therapie wird individuell auf das Störungsbild des Patienten abgestimmt und sollte in Zusammenarbeit oder in Absprache mit dem behandelnden Arzt (z. B. Kinderarzt, Psychologe etc.) und dem sozialen Umfeld erfolgen (Kindergarten, Schule, Familie).